Archive | Juni 2012

Der Grauschwung – nervige Telefonate haben doch was Gutes

Wie genau hat es mit den bunten Schnörkeleien die meine Farbschwung ausmachen eigentlich angefangen?
Ziemlich Grau…dazu aber mehr.

Es war vor einigen Jahren, als ich völlig übermüdet einen spät abendlichen Anruf entgegen nahm.
Im Grunde ja nichts Ungewöhnliches es sei denn der
a) der Angerufene war im Begriff sich ins Bett zu kuscheln
b) der Anrufende diese Tatsache gekonnt ignoriert
c) der Anrufende der festen Überzeugung ist ein Monolog sei ein gutes Gespräch
d) der Anrufende ohne Punkt und Komma redet und ihm ein „Mmh“ zur Beantwortung völlig ausreicht

Was macht man in solch einer Situation.
Einfach auflegen und auf eine Verbindungstörung schieben?
Einfach am Telefon einschlafen und hoffen man gibt beim Schlafen genügend bestätigende „Mmh“ Laute von sich?
Ausrasten, Aushalten?

Ich entschied mich für höfliches Aushalten.
Gedankenverloren spielte ich während eines besonders langen Redeschwalls mit einem Bleistiftstummel. Mein Unbewusstsein kritzelte auf einem zerknitterten Blatt des Altpapierstapels zarte Schnörkel. Erfreut über die zusätzliche Wachhalte-Telefonie-Taktik, malte ich mit Telefon unterm Kinn munter weiter.
Farbschwung war geboren. Zu diesem Zeitpunkt eher noch ein kleiner Grauschwung…
Und was soll ich sagen.
Selbst nach dem erlösenden Gesprächsende zeichnete ich noch lange an meinem Grauschwung weiter.
Nervige Telefonanrufe haben doch etwas Gutes 😉

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